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2 Brände am 29.07. - ehemaliges Asylantenheim und LKW-Auflieger (ak)

Die Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica hat erneut eine arbeitsreiche Nacht erlebt. In Hausberge wurde ein Gebäude des ehemaligen Asylantenheims mutwillig in Brand gesteckt, im Gewerbegebiet Holtrup stand ein LKW beladen mit Teppichrollen in Vollbrand. Die Brandstiftungen erreichen damit eine neue Dimension, im Führerhaus des LKWs schlief der Fahrer - der oder die Täter nahmen bei der Brandstiftung eine Verletzung des Fahrers in Kauf. Glücklicherweise wurde der Brand rechtzeitig bemerkt und der Fahrer konnte die Zugmaschine vom Auflieger trennen.

Bitte beachten Sie: Ab sofort werden zu Bränden mit Verdacht auf Brandstiftungen keine Fotos veröffentlicht!

Die Alarmierung zum Brand des ehemaligen Asylantenheims in Porta Westfalica Hausberge erfolgte am 29.07.2010 um 02:07 Uhr. Das Objekt besteht aus Häusern an der Straße "Vogelparadies". Die Häusern sind momentan unbewohnt, im betroffenen Gebäude war allerdings sehr viel Hausrat, Möbel und Fundsachen eingelagert. Das Objekt ist Eigentum der Stadt Porta Westfalica. Bereits am 04.07.2010 hatte es hier eine Brandstiftung gegeben, damals war das linke Gebäude betroffen.

Der Brand am 29.07.2010 wurde im rechten Gebäude gelegt. Dazu wurde vermutlich eine Scheibe im Bereich zwischen den beiden Häusern eingeschlagen und ein Raum im mittleren Teil des Gebäudes in Brand gesetzt. Das Feuer breitete sich schnell aus, bei Eintreffen der Feuerwehr drang bereits dichter Brandrauch aus dem Dach.

Um eine Durchzündung des Rauches zu verhindern wurden die Fensterscheiben am Gebäude eingeschlagen und ein Lüfter in Stellung gebracht. Die Löscharbeiten im Haus wurden durch drei Trupps unter schwerem Atemschutz durchgeführt. Die eingelagerten Möbel erschwerten das Vordringen der Einsatzkräfte im Gebäude. Die Durchzündung und damit eine weitere Ausbreitung des Brandes konnten verhindert werden. Der betroffene Raum wurde komplett zerstört, im gesamten Gebäude entstanden Schäden durch den Brandrauch.

Der Einsatz wurde gegen 03:00 Uhr beendet, an dieser Einsatzstelle waren die Hauptamtliche Feuer- und Rettungswache und die ehrenamtliche Löschgruppe Hausberge sowie die Pressegruppe im Einsatz. Einsatzleiter: Karl-Heinz Hohmeier. Während der Arbeiten setzte starker Regen ein.

Um 02:36 Uhr wurde dann Großalarm für weitere Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Porta Westfalica ausgelöst, im Gewerbegebiet Holtrup stand ein polnischer LKW, beladen mit Teppichen, in Vollbrand. Anwohner berichteten von einem lauten Knall, danach stand der gesamte Auflieger in Flammen. Der Fahrer schlief zu diesem Zeitpunkt im Führerhaus, es gelang ihm noch die Zugmaschine vom Auflieger zu trennen. Der LKW war auf dem Seitenstreifen der Osterfeldstrasse abgestellt, die Ladung sollte in der Morgenzeit ausgeliefert werden.

Die Hauptamtliche Wache und die Löschgruppe Hausberge waren zu diesem Zeitpunkt an der Einsatzstelle "Asylantenheim" gebunden. Alarmiert wurden die ehrenamtlichen Löschgruppen Holtrup, Vennebeck, Holzhausen, Möllbergen und Alarmdienst mit insgesamt 51 Einsatzkräften. Bei Eintreffen der ersten Kräfte aus Holtrup stand der gesamte Auflieger in Vollbrand, das Feuer hatte bereits auf den angrenzenden Bewuchs eines Parkplatzes übergegriffen.

Ein umfangreicher Löschangriff wurde vorgetragen, dazu wurden mehrere B- und C-Rohre eingesetzt. Erst nach Eindämmung war es möglich sich dem Auflieger zu nähern. Die Ladung bestand aus Teppichrollen, welche in drei Abschnitten auf dem Auflieger gelagert waren. Das Feuer hatte alle Rollen erfasst, der Einsatz von Löschschaum brachte den Brand unter Kontrolle.

Um alle Brandnester zu erreichen musste die Ladefläche frei geräumt werden, dazu wurde ein Teleskop-Lader des städtischen Bauhofes eingesetzt. Mit diesem konnten die Teppichrollen auseinander gerissen und dann auf der Strasse abgelöscht werden.

Der Einsatz dauerte bis 07:00 Uhr an. Ordnungsamt und Baubetriebshof waren vor Ort um die Strasse abzusperren und die Reste der Ladung abzusichern.

Die Einsätze der vergangenen Tage sind eine besondere Belastung für alle Einsatzkräfte, welche ja neben der ehrenamtlichen Feuerwehrtätigkeit noch einem Hauptberuf nachgehen. Brände in diesem Ausmaß und Häufigkeit hat es so in Porta Westfalica noch nicht gegeben. Die Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica hofft daher auf das Verständnis der Arbeitgeber und der Angehörigen in dieser besonderen Situation.